Der Zauber der Kleinstgewässer

In diesem Artikel möchte ich auf die oft von Anglern vernachlässigten Kleinstgewässer wie zum Beispiel Teiche, Weiher, Tongruben und kleineren Naturseen eingehen.

Schon als kleines Kind fragte ich mich oft, welche Überraschungen wohl in diesen besonderen Lebensräumen auf uns Angler warten. So fokussierte ich mich in mein ersten Angeljahren fast ausschließlich auf diese Gewässer. Zusätzlich versuchte ich jegliche Informationen über den Bestand zu erlangen. Was ich bei meinen Recherchen erfuhr, verblüffte mich sehr.

Ich fand heraus, dass fast jedes dieser Gewässer ganz besondere Exemplare bestimmter Fischarten enthielt. Leider konnte ich diese Information nicht ausschließlich durch anglerische Erfolge erlangen, sondern musste auch die traurigen Nachteile dieser Lebensräume für unsere beschuppten Freunde kennenlernen.

Teilweise zollten die warmen und regenarmen Sommer ihren Tribut und brachten einige dieser Gewässer zum umkippen. So zeigte sich in Form von an der Oberfläche schwimmenden toten Fischen, der Bestand dieser Lebensräume.

In einem nicht kommerziellem kleinen Teich von circa einem Hektar, kamen so mehrere Meterhechte, Karpfen von fast 20 Kilogramm, riesige Graskarpfen und mehrere um den Meter ragende Aale zum Vorschein.

Das man aber auch anglerische Erfolge an diesen Gewässern haben kann, zeigte ein anderer kleiner See von circa 1,5 Hektar in dem ich an einem Tag mehrere gute Hechte und meinen bisherigen Barsch PB gefangen habe.

Wie mir bekannt ist, war der bisher größte deutsche Karpfen auch in einem 7 Hektar großem See beheimatet. Auch wenn ich dieses Gewässer nicht unbedingt als Kleinstgewässer bezeichnen möchte, zeigt es doch, dass es nicht immer die riesigen Wassermassen sein müssen, um gute Fische zu fangen.

Daher habe ich mir auch für 2021 das Ziel gesetzt, weitere kleine Seen und Teiche zu erkunden um vielleicht die ein oder andere Überraschung mit ihnen erleben zu dürfen.